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Borosilikatglas 3.3

 

gemäss DIN-ISO 3585
GlasKeller verwendet in der Regel für die Fertigung DURAN-Borosilikatglas 3.3 von Schott.
DURAN entspricht den wichtigsten internationalen Normen.

Eigenschaften:
- Höchstmögliche chemische Resistenz
- Minimale Wärmeausdehnung
- Hohe Temperaturwechselbeständigkeit

Zusammensetzung
  81 Gewichtsprozent SiO2
13 Gewichtsprozent B2O3
4 Gewichtsprozent Na2O/K2O
2 Gewichtsprozent Al2O3
   
Eigenschaften
  Borosilikatglas ist gegen Wasser, Säuren, Salzlösungen, organische Substanzen und auch Halogene, wie z. B: Chlor und Brom sehr beständig.
Auch gegenüber Laugen ist die Beständigkeit relativ gut.
Lediglich Flusssäure, konzentrierte Phosphorsäure und starke Laugen bei höheren Temperaturen tragen die Glasoberfläche kontinuierlich ab.
   
Wasserbeständigkeit Nach DIN ISO719 (89 oC)
  Griess-Wasserbeständigkeit Klasse ISO 719-HGB 1
   
Wasserbeständigkeit Nach DIN ISO720 (121 oC)
  Griess-Wasserbeständigkeit Klasse ISO 720-HGA 1
   
Säurebeständigkeit Nach DIN 12116
  Säureklasse 1
   
Säurebeständigkeit Nach DIN ISO
  Abgabe Na2O< 100 µg/dm2
Die Angriffskurven zeigen ein Maximum in Säurebereichen
zwischen 4 – 7 n (HCI z.B. bei Azeotrop mit 20,2 Gew.-%)
Bei höheren Konzentrationen nimmt die Reaktionsgeschwindigkeit merklich ab, so dass die angegriffenen Schichtdicken nach Jahren lediglich im Bereich einiger tausendstel Millimeter liegen. Damit spielen die Säureangriffsmechanismen bei den in der Praxis eingesetzten Wanddicken keine Rolle. Man spricht somit zu Recht von “säurefestem Borosilikatlglas“.
   
Ökologische Unbedenklichkeit
  Der Werkstoff Glas gilt ökologisch als völlig unbedenklich. Glas wird aus natürlichen Rohstoffen (Sand, Kalk und Soda) hergestellt und enthält keine Stoffe, die nach aussen treten und Menschen oder Umwelt belasten könnten. Glas kann wieder genutzt werden – durch mehrfache Verwendung und kann problemlos entsorgt werden.
   
Mikrowellen
  DURAN-Laborglas ist für den Einsatz in Mikrowellengeräten geeignet
   
Optische Eigenschaften
  Spektralbereich, in dem die Absorption von DURAN vernachlässigbar gering ist: ca. 310 bis 2200nm Absorption, bei braun eingefärbtem Glas bis ca. 500 nm.
Borosilikatglas wirkt klar und farblos. Grössere Schichtdicken (axiale Durchsicht bei Röhren und Stäben) erscheinen grünlich
   
Braunglas
  Für Arbeiten mit lichtempfindlichen Substanzen können Oberflächen mit Diffusionsfarbe braun eingefärbt werden. Dabei ergibt sich eine starke Absorption im kurzwelligen Bereich.
   
Hinweis für Anwender
  Bei Arbeiten mit Glas sind die Grenzen des Werkstoffes bei Temperaturwechsel und mechanischer Beanspruchung zu berücksichtigen und strikte Vorsichtsmassnahmen einzuhalten:
Glasgeräte nie abrupten Temperaturänderungen aussetzen.
Apparaturen standsicher und spannungsfrei aufbauen.
Zum Ausgleich von Spannungen und Vibrationen z.B. PTFE-Faltenbälge einbauen.
Glasgeräte nie abrupten Druckänderungen aussetzen, z.B. evakuierte Glasgeräte nie schlagartig belüften.
Standardmässige Laborgläser mit flachen Böden (z.B. Erlenmeyer, Stehkolben) dürfen nicht mit Druck oder Vakuum belastet werden.
(GlasKeller kann jedoch auf Wunsch Laborgläser anfertigen, die für Druck oder Vakuum geeignet sind)
   
Kunststoffbeschichtung GlasKeller-Coating
  Die Kunststoffummantelung schützt gegen mechanische Beschädigungen und beschränkt das Risiko, das bei evtl. Glasbruch der Flascheninhalt ausläuft. Der Kunststoff auf PU-Basis bleibt transparent und haftet auf der Glasoberfläche, selbst nach wiederholtem Sterilisieren im Autoklaven (bis 136 o C Wasserdampf, nicht mit destilliertem Wasser abkühlen, sonder langsam und vollständig an der Luft abkühlen lassen)


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